Roboterarmee

Die Roboterarmee im Paketzentrum

Roboterarmee

Die Roboterarmee im Paketzentrum

 

Dieses krasse Video wurde im Internet gefunden. Das ist Chinas neue Arbeiterklasse.

 

Was machen diese Roboter?

 

Es sind hunderte von winzigen Robotern, die hin und her huschen. Sie sehen fast wie eine Armee aus.

 

Wo wurden diese Aufnahmen gemacht?

 

Der Text am Rande des Videos gibt einen Hinweis. Wir sind jetzt auf dem Weg nach Yiwu, China. Dieses große Gebäude beherbergt die Roboter. „Schauen Sie mal. „Sind sie da?“ Wir sind neugierig…

Ja, das sind die Roboter in unserem Video! Alles ist still… Die Halle ist leer. Er wacht über die Roboterarmee, fast. Ihr Entwickler ist Xiang Yongjun. Die Roboter sind schon seit über zwei Jahren in seinen Händen.

Sie bekamen schließlich den Namen Little Orange, fast liebevoll. „Wir haben 255 Roboter. Sie können 24 Stunden lang arbeiten.

 

Aber was ist ihr Zweck?

 

Wir sehen nur sehr wenige Roboter in Bewegung – ganz anders als in unserem Video. Sie befinden sich derzeit im Selbsthilfe-Lademodus. Sie entscheiden selbst, ob sie sich aufladen, je nachdem, welche Spannung sie haben. Die Roboter sind einsatzbereit. 20 können gleichzeitig aufgeladen werden. Der Roboter muss in der Regel nur kurz aufgeladen werden, bevor er seine Arbeit wieder aufnehmen kann. Er kann bis zu vier Stunden laufen, wenn er nur fünf Minuten lang geladen wird. Nach einer kurzen Pause nimmt er die Arbeit für Little Orange wieder auf.

Innerhalb einer Stunde sollten sich die Roboter auf dem Gelände bewegen. Eine letzte Kontrolle im Kontrollzentrum, bevor es losgeht. „Wir können an der Farbe erkennen, wer in die Werkstatt muss.“ Ist sie rot, ist die Batterie fast leer. Diese Roboter sind nur sechs Monate im Einsatz.

Was ist so besonders an Little Orange?

 

Bist du ein Genie? Für uns sieht er eher wie ein normaler Staubsaugerroboter aus. Der Roboter ist etwa 10 Kilo schwer. Er kann bis zur Hälfte seines Eigengewichts (5 kg) heben. Er kann den QR-Code durch die Kamera erkennen und findet mit Hilfe der Kamera den richtigen Weg. In der ganzen Halle gibt es viele QR-Codes. Es ist wie eine Landkarte.

 

Diese Funktion ist die wichtigste.

 

Little Orange braucht es, um seine Fracht zu transportieren. Sie wird gerade nach Little Orange geliefert, eine Etage tiefer. 150 Lastwagen kommen jeden Tag an… mit Paketen. Sie sollen von dem kleinen Roboter transportiert werden. Wir sind einer der wichtigsten Paketdienste in China. Jeden Tag werden hier 400.000 Pakete bearbeitet und verschickt. Die Schicht fängt gleich an. Es bleiben nur noch 15 Minuten. „Der QR-Code muss eindeutig sein. Die Roboter werden den Weg nicht finden, wenn der QR-Code nicht sauber ist.

 

Machen Sie die Roboterarmee startklar.

 

Die kleinen Roboter beginnen ihren Tag um 15 Uhr. Sie sortieren die Pakete und bringen sie zur Abgabestelle. Das sind die Dinge, die Sie wissen müssen. „Heute gibt es eine Menge Arbeit zu erledigen. Ich muss mehr Roboter in das System einbauen. Das werden 350 Roboter sein, was bei der heutigen Arbeitsbelastung eine gute Zahl ist. Ein solches System gibt es in Deutschland nicht. Bei unseren Paketdiensten werden automatisierte Förderbandsysteme eingesetzt. China hat den Einsatz von Robotern subventioniert, um menschliche Arbeitskräfte zu ersetzen.

Wir sehen noch normale Arbeiter in der Roboterschar. „Ich war anfangs skeptisch, aber mittlerweile finde ich die Roboter sehr cool. Diese Technologie ist wirklich erstaunlich.“ Jini Chen schwelgt in Erinnerungen an die Zeit vor Little Orange. Seit drei Jahren arbeitet sie hier. Jetzt reihen sich die Roboter unter ihrem Schreibtisch auf. Bis zu 1300 Pakete kann Jinii pro Tag auf ihre kleinen Flitzer laden, immer mit dem Etikett nach oben. Sechs Stunden am Tag. Werden die kleinen Maschinen sie ersetzen? Auch wir geben ein Paket ab. Eine Kamera, die das Adressetikett scannt, schickt den Roboter per WLAN los. Jetzt weiß der Roboter, wo es abgelegt werden soll. Jedes Loch im Boden ist einer chinesischen Stadt oder Provinz zugeordnet. Das Paket ist bereit zum Versand. „Früher war die Arbeit schwieriger und chaotischer. Roboter machen alles einfacher… Mit ihnen ist es viel effizienter.

Früher brauchten wir 20 Leute, um die gleiche Anzahl von Paketen zu bearbeiten.

 

Jetzt haben wir Roboter, also brauchen wir nicht mehr so viele Leute. Die Deutschen wissen, was in China gerade los ist. Die Wirtschaft wächst und die Löhne für Arbeitskräfte steigen. Die Mitarbeiter werden durch Maschinen ersetzt, um Geld zu sparen. Denn Roboter sind günstiger. 60 Menschen haben in China schon ihren Job verloren. Wir wären bereit, dafür auf die Barrikaden zu gehen, aber die Chinesen sind ganz anders. „Ich mache mir da keine Sorgen. Ich habe zwei Hände, die mir helfen. Es ist mir egal, wo ich arbeite. Es gibt viele andere Jobs… Die Technologie ändert sich ständig, also ist es okay, andere Jobs zu haben. Jinii scheint das alles mit Fassung zu tragen.

 

Einfache Jobs fallen weg, aber neue werden in der Robotikbranche geschaffen.

 

Das Paketzentrum ist noch nicht vollständig umgestellt. Die traditionelle Sortieranlage und die Lagerregale befindet sich nebenan, wo noch alles manuell erledigt wird. Gao Peng, ein Vorarbeiter, arbeitet seit acht Jahren bei dem Paketdienst. Drei bis vier Schritte sind nötig, um ein Paket zu scannen und auf den Weg zu schicken. Roboter scannen Pakete und können sie direkt zustellen.

 

Das spart 60 bis 70 % der Ressourcen.

 

Ein Mitarbeiter sortiert die Pakete nach Bundesländern. Anschließend wird jede Zelle nach ihrem Standort sortiert. Dieser Vorgang wiederholt sich noch drei bis vier Mal. Wir finden das ziemlich chaotisch. Warum werden hier keine Roboter eingesetzt? „Die Roboter sind nicht in der Lage, die aktuelle Gesamtfracht zu bewältigen. Es gibt große, sperrige Pakete. Diese sind zu groß und sperrig, als dass der Roboter sie im Moment aufnehmen könnte. „Wir müssen aufpassen“ Das Sortieren von 60.000 Paketen dauert fünf Stunden. Die Roboter schaffen das in drei Stunden. Sie können nur kleine Pakete bis zu 5 Kilogramm sortieren. In der Hektik ist das Paket auf der Strecke geblieben. Manchmal machen auch Roboter einen Fehler. „Wir müssen es abholen.“ Sie können mit 11 km/h fahren. Es ist klar, dass etwas herunterfällt. Es gibt viele Möglichkeiten. Wir benutzen die Adresse, um es in das richtige Loch zu legen. Die einfachste ist die. Wir können es auch noch einmal vom Roboter scannen lassen. Dann müssen wir die Daten löschen. Das ist schnell korrigiert. Unserem Paket ist der richtige QR-Code zugewiesen worden. Es bewegt sich… auf Ebene 2. Sie ist eine roboterfreie Zone. In den Wannen sind bereits alle Pakete nach ihren Zielorten sortiert. Ein Mitarbeiter verpackt sie für den Weitertransport um.

 

Roboter sind noch nicht in der Lage, alle Aufgaben zu übernehmen.

 

Zumindest noch nicht. Das Paket wird nun in die traditionelle Sortieranlage geschickt. Dies ist der letzte Schritt. „Ich scanne große Güter ein letztes Mal.“ Endlich geht es auf den LKW. Das Paket ist nun auf dem Weg. Die Roboterarmee hilft mit. Little Orange wäre rund um die Uhr einsatzbereit, aber er arbeitet nur sechs Stunden am Tag. Weil es noch nicht genug leichte Pakete für ihn gibt. Das ist Chinas neue Arbeiterklasse: die Roboterarmee im Paketzentrum.

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